Dr. Mathias Luderer ist Oberarzt und Leiter für Suchtmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt am Main. In seiner klinischen Arbeit beschäftigt er sich intensiv mit innovativen Ansätzen in der Behandlung von Suchterkrankungen – darunter auch der Einsatz von VR Therapie.
Beim DGS-Suchtkongress im November 2023 in Leipzig stellte er seine Erfahrungen mit Virtual Reality in der Suchtbehandlung vor. Der Vortrag wurde von der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Der Einsatz von VR-Therapie gewinnt auch in der Suchtmedizin zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in der Arbeit mit realitätsnahen Szenarien bietet Virtual Reality neue Möglichkeiten, typische Risikosituationen kontrolliert zu erleben und therapeutisch zu bearbeiten.
Dabei steht vor allem das aktive Verhaltenstraining im Vordergrund – etwa der Umgang mit Suchtdruck oder das Einüben alternativer Handlungsweisen.
Die Integration von VR in die Suchttherapie ermöglicht es, Situationen zu simulieren, die im realen Alltag schwer kontrollierbar sind.
Patient können kritische Momente mehrfach durchlaufen, neue Strategien erproben und ihr Verhalten aktiv verändern – ein entscheidender Vorteil gegenüber rein gesprächsbasierten Ansätzen.
Im folgenden Video erhalten Sie Einblicke in die praktische Anwendung der VR-Therapie in der Suchtbehandlung sowie in die Erfahrungen aus dem klinischen Alltag.

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