VR Therapie bei Essstörungen: Essverhalten und Körperbild gezielt bearbeiten
Die ergänzung zur klassischen Verhaltenstherapie
Esssituationen in der VR Therapie realistisch erleben
Im VR Coach smartsystem befinden sich Patient:innen in einer Umgebung mit unterschiedlichen Lebensmitteln. Diese können aufgenommen, zum Mund geführt und tatsächlich virtuell gegessen werden. Biss- und Schluckgeräusche entstehen, die Portion verändert sich sichtbar.
Belastende Esssituationen können so erlebt werden, ohne dass reale Nahrungsaufnahme erfolgen muss. Häufig zeigt sich dabei, dass die erwartete Reaktion schwächer ausfällt als befürchtet oder nach kurzer Zeit wieder abnimmt.
Die Annäherung bleibt jederzeit steuerbar und kann schrittweise erweitert werden.
Lebensmittel gezielt einsetzen
Je nach Problembereich lassen sich unterschiedliche Nahrungsmittel auswählen:
- Süßspeisen wie Kuchen oder Donuts
- kalorienreiche Speisen wie Pizza, Burger oder Pommes
- Fleisch und Würstel am Grill
- neutrale Lebensmittel wie Brot, Käse, Obst und Gemüse
- Getränke wie Softdrinks, Energydrinks, Kaffee oder Bier
Die Auswahl erlaubt ein abgestuftes Vorgehen — von weniger belastenden zu schwierigeren Situationen. Reaktionen können beobachtet und therapeutisch aufgegriffen werden.
Bewertung und Essimpulse bearbeiten
Vor dem Essen stehen häufig Regeln, Bewertungen oder Rückzug. Diese Phase wird während der Situation sichtbar und kann direkt besprochen werden.
Je nach therapeutischem Vorgehen können Strategien aus der Impulsarbeit eingebunden werden, etwa angelehnt an das 3P-Prinzip (Pull – Pause – Push).
Körperbild erfahrbar machen
Patient:innen können sich auf eine Waage stellen und unterschiedliche Gewichte erleben. Das Spiegelbild passt sich dem gewählten Gewicht an.
Häufig unterscheidet sich die wahrgenommene Veränderung deutlich von der zuvor erwarteten. Vorstellung und Wahrnehmung können unmittelbar verglichen und gemeinsam reflektiert werden.
Einordnung in die Behandlung von Essstörungen
Die VR-Therapie bei Essstörungen wird begleitend eingesetzt – etwa zur Vorbereitung realer Esssituationen, zur Bearbeitung von Körperbildthemen oder zur schrittweisen Annäherung an belastende Lebensmittel.
Einsetzbar bei Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung.
Wissenschaftliche Einordnung der VR Therapie bei Essstörungen
Studien zur Anwendung von Virtual Reality bei Essstörungen zeigen insbesondere Effekte auf Körperbildverzerrung sowie auf den Umgang mit Esssituationen.
Vorteile der VR Therapie bei Essstörungen
VR Therapie ermöglicht eine schrittweise Annäherung an belastende Esssituationen in einem kontrollierten Rahmen. Reaktionen können direkt beobachtet und gemeinsam reflektiert werden.
Dies unterstützt sowohl die Arbeit am Essverhalten als auch die Auseinandersetzung mit Körperbild und Bewertung.
VR Therapie wird auch bei Phobien, Zwängen und Depressionen eingesetzt.
Inhalte und Einsatzmöglichkeiten
Eine Übersicht aller Szenarien und therapeutischen Einsatzmöglichkeiten finden Sie im Katalog. Viele Einrichtungen nutzen diesen zunächst zur Einordnung und besprechen anschließend gemeinsam die Integration in ihr Behandlungskonzept.
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