Wissenswertes über Virtual Reality im Coaching

VR Coach Interview mit dem Lebe-Magazin

Das große Interview mit Michael Altenhofer im Lebe-Magazin

Der Einsatz von Virtual Reality im Coaching

Der Wiener Hirnforscher Dr. Marcus Täuber und der VR Coach GmbH Geschäftsführer Michael Altenhofer setzen auf virtuelle Welten gegen Stress, Burnout und Co. In Virtual-Reality-Programmen orten Täuber und Altenhofer das Potenzial, die Burnout-Prophylaxe in Therapien und Coachings zu revolutionieren. Gemeinsam stellten Täuber und Altenhofer eine Ausbildung zum Thema Virtual Reality im Coaching auf die Beine.

Herr Altenhofer, Virtual Reality (VR) in der Beratung – Zukunftsmusik oder bereits tägliche Praxis?
Michael Altenhofer:
Am längsten im Einsatz ist VR in der Therapie. An der Behandlung von Phobien wird schon seit über zehn Jahren mit VR intensiv geforscht. Daraus sind zahlreiche Studien entstanden, die die Wirksamkeit unterstreichen. In der Beratung gegenwärtig am ehesten im Verhaltenstraining, Stichwort Gesprächsführung, Konflikttraining etc. Im Coaching zum Thema Ressourcenstärkung ist es noch am wenigsten verbreitet, wenngleich dieser Bereich durch die inzwischen günstige Hardware, die man dazu braucht, stark aufholt. 

Auf welche Erkenntnisse und technischen Voraussetzungen stützt sich Ihre zertifizierte VR-Ausbildung?
Michael Altenhofer:
Es ist eine Kombination aus Hirnforschung und modernster Technik. Die Hirnforschung zeigt uns, welche Bilder welche Reaktionen auslösen. Und die neuartige Technik ermöglicht die Produktion dieser Programme mit einer hohen Nutzerfreundlichkeit. In der Fortbildung gibt es im Trainerteam aus beiden Bereichen – Hirnforschung und Technik – mit Dr. Marcus Täuber aus Wien und Ralf Paulzen aus Mönchengladbach zwei anerkannte Experten. Deshalb erlauben wir uns, das erste Zertifikat zu diesem Thema im gesamten DACH-Raum auszustellen.

Gibt es bereits einen Erkenntnisstand aus dem praktischen Einsatz von VR-Anwendungen in der Beratung, den Sie referieren können, und wenn welchen?
Michael Altenhofer:
Im Herbst 2018 haben wir unser erstes Entspannungsprogramm einem breiten Publikum vorgestellt. Damit befindet man sich an der Küste Norwegens und lässt sich durch die sehr angenehme Atmosphäre immer weiter entspannen. Rund 200 Interessenten haben es bei diesem Event ausprobiert. Das Feedback lautete fast einhellig, dass diese zwei bis drei Minuten absolut intensiv waren und dieses Programm mit klassischen Entspannungstechniken nicht vergleichbar ist. An der Universität Salzburg konnten wir im Jahr 2020 diese Beobachtungen in zwei Fallstudien wissenschaftlich untermauern. Demnach führen virtuelle Naturkulissen nach sozialem Stress durch eine spontane Präsentation vor Publikum rasch zu einer Erholung von Herzratenvariabilität und Puls.  Wir haben mittlerweile auch eine Reihe von Coaches, aber auch Klinische Psychologen und Psychotherapeuten ausgebildet, die mit virtuellen Naturexpositionen erfolgreich arbeiten.

Setzen Sie selbst Virtual-Reality in Beratungssituationen ein?
Michael Altenhofer:
Durch meine anderen Aktivitäten habe ich Einzelberatungen stark reduziert. Ich bin aber im Austausch mit den Kunden im Kollegenkreis.  Im Moment überschlagen sich die Ideen, was man noch alles machen könnte. An der stetigen Neuentwicklung von Programmen sehe ich meine Haupttätigkeit in nächster Zeit.

Wie sind Sie zur Virtual Reality gekommen?
Michael Altenhofer:
In einem TV-Bericht habe ich ein Anwendungsbeispiel für ein ganz anderes Thema gesehen. Da wurde mir klar, dass es mit VR erstmals eine technologieunterstütze Möglichkeit für die Ressourcenaktivierung gibt.

Wo sehen Sie derzeit konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Coaches?
Michael Altenhofer:
Immer dann, wenn Visualisierungsübungen zum Einsatz kommen, ist VR eine ideale Unterstützung. Bei allen Ressourcenthemen wie Entspannung, Gelassenheit, aber auch Zuversicht, Tatkraft und Selbstvertrauen. Wo bisher mit metaphorischen inneren Bildern gearbeitet wird, kann VR eine sinnvolle Alternative sein. Innere Bilder sind Erinnerungen an äußere Bilder. Unser Gehirn reagiert auf möglichst klare Szenen, so wie beispielsweise ein reales Erlebnis am Meer sozusagen als äußeres Bild sehr intensiv wirkt. VR ist zwischen innerem Bild und realem Erlebnis einzuordnen – und deshalb ein sehr nützliches Tool. In unseren Programmen gibt es aber auch oft Augenschlussphasen, um die Vorstellungskraft der Klienten zu trainieren, damit die Szenen zu Hause auch ohne VR-Brille leichter abgerufen werden können. Den Effekt von inneren Bildern wollen wir ja weiterhin nutzen.

Ist es in Ihren Augen sinnvoll, sich auf Virtual-Reality-gestützte Beratung zu spezialisieren, oder ist eine begleitende Verwendung zu empfehlen?
Michael Altenhofer:
Die Qualität der Beratung oder des Coachings wird weiterhin von einer guten Beziehung zwischen Berater und Klient und natürlich einer Methodenvielfalt abhängig sein. Wir sehen VR als Tool, das nicht fehlen sollte. Einerseits für eine optimale Unterstützung, aber auch hinsichtlich Modernität, durch die neue Klienten den Weg in die Praxis finden. Wir positionieren uns jedenfalls als Fortbildung für Professionisten, die bereits im Coaching tätig sind.

Welche speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt Ihre VR-Ausbildung?
Michael Altenhofer:
Neurokompetenz ist ein großes Thema. Absolventen sollen ihren Klienten fundiert erklären können, wie Bilder in unseren Köpfen wirken und sich dabei auf Erkenntnisse der Hirnforschung berufen. Ein anderer Teil ist natürlich ein technischer, bei dem man vieles über die Hardware und Videoproduktion lernt. Es werden während der Fortbildung auch individuell konzipierte Programme entwickelt, welche den Absolventen exklusiv zur Verfügung stehen.

Wie kommen Coaches und andere Interessenten zum passenden Equipment – Hard- und Software?
Michael Altenhofer:
Die Hardware ist kostengünstig und leicht zu beschaffen. Entscheidend sind die Programme. Es braucht VR-Szenen in hoher Auflösung und entsprechender dramaturgischer Qualität-  Was den Einsatz von VR zur Ressourcenaktivierung betrifft, sind wir aus heutiger Sicht die einzigen im DACH-Raum, die das ganz explizit für Coaches & Co. entwickeln. Neben den individuell produzierten Programmen während der Fortbildung kann man auf unserer Webseite inzwischen aus einer Vielzahl von Naturexpositionen aus der ganzen Welt wählen und damit sein Repertoire vergrößern.

Herbstlehrgang zum VR-Coach 2019
Erfolgreicher Herbstlehrgang zum VR-Coach 2019
Der Umgang mit der Hardware erwies sich leichter als gedacht.
Screenshot eines VR-Programmes in einer verschneiten Winterlandschaft
Screenshot eines VR-Programmes in einer verschneiten Winterlandschaft
Screenshot eines Berg-Programmes in Virtual Reality
Screenshot eines Berg-Programmes in Virtual Reality

So real erleben Sie VR-Filme
mit einer VR-Brille

Gewinnen Sie einen Einblick in die Virtual Reality mit einem kurzen Ausschnitt unseres Meer-Programmes in einer VR-Brille.

Sehen Sie sich um und erleben Sie aktiv die Umgebung.

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Wer steht hinter VR-Coach.at?

Dr. Marcus Täuber

Dr. Marcus Täuber ist promovierter Neurobiologe, Lehrbeauftragter in verschiedenen Hochschulen, Gründer des Instituts für mentale Erfolgsstrategien (IfMES) und wissenschaftlicher Leiter der Ausbildung zum zertifizierten Virtual-Reality-Coach (www.vr-coach.at).

In seinen Büchern („Gewinner grübeln nicht“, „Alles reine Kopfsache“, „Gedanken als Medizin“) präsentiert der Hirnforscher mentale Strategien, die Verhaltensweisen verändern und Ziele erreichbar machen.

Michael Altenhofer

Michael Altenhofer ist psychologischer Berater, Mentalcoach, Kolumnist und Buchautor.

Bekannt wurde er durch seine wöchentlichen Kolumnen der größten österreichischen Tageszeitung. Darin gibt er seit vielen Jahren Motivationstipps für ein Millionenpublikum. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit innovativen Konzepten für die Beraterbranche.

Altenhofer ist begeisterter Sportler, er nahm an mehreren Bergexpeditionen nach Argentinien, Russland und China teil, absolvierte einen Ironman und diverse Stadtmarathons. 

Wissenswert:
Wo wird Virtual Reality eingesetzt?

Virtual Reality und Virtual-Reality-Brillen halten heute in immer mehr Bereichen Einzug. Zum Einsatz kommt VR zum Beispiel bei Ausbildung und Training von Piloten in Flugsimulatoren. Auch in der Industrie findet die Technologie immer öfter Verwendung, etwa bei der Simulation von Entwicklungen und Prozessen bzw. für Trainings, nicht zuletzt im Arbeitsschutz.

Weitere Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Visualisierungen in Architektur, Medizin, Chemie, Energiegewinnung oder im Bereich des sogenannten Edutainments. Unter dem Begriff „virtuelle Rehabilitation“ wird VR auch zur Therapie von psychologischen, neurologischen, physiologischen oder kognitiven Erkrankungen eingesetzt.

Eine immer größere Rolle kommt Virtual Reality Virtual Reality im Freizeit- und Unterhaltungsbereich zu. So gibt es neben Spiele- und Filmanwendungen mittlerweile auch Sport- und Fitnessgeräte mit VR-Unterstützung sowie VR-Simulationen von Reisen und Abenteuern. Seit der Saison 2016/17 bietet die US-amerikanische Basketball-Profiliga NBA seit Live-Spiele via VR für zahlende Zuseher an.

Auch aus der Kunst- bzw. Ausstellungsvermittlung sind virtuelle Realitäten mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Ein weiteres Einsatzgebiet ist im virtuellen Shopping im Entstehen., zahlreiche weitere Anwendungsgebiete werden folgen.

Der schnellste Weg für Infos ist immer noch ein Telefonat.

Rufen Sie uns gerne an: 0043-662-261 260 883